Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Mai 2026

RisikohinweisDer Handel mit Finanzinstrumenten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. TradeBrake ist ein technisches Hilfsmittel — kein Finanzberater, keine Garantie gegen Verluste. Sämtliche Handelsentscheidungen trifft der Nutzer eigenverantwortlich.

§ 1 Anbieter und Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der TradeBrake GmbH (in Gründung) mit Sitz im Kanton Zürich, Schweiz (nachfolgend „Anbieter") und dem Verbraucher (nachfolgend „Nutzer").

(2) Der Anbieter bietet seine Leistungen weltweit an. Für Nutzer mit gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland gelten diese AGB unter Berücksichtigung der zwingenden Verbraucherschutzvorschriften seines Aufenthaltsortes.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Nutzers finden keine Anwendung.

(4) Rechtliche Anfragen richten Sie bitte an legal@tradebrake.ch.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Vertragsgegenstand ist die entgeltliche Bereitstellung einer webbasierten Software-as-a-Service-Lösung (SaaS), bestehend aus einer Webplattform sowie einer lokalen Softwarekomponente (Expert Advisor) zur technischen Durchsetzung nutzerdefinierter Risikoregeln im Rahmen des Handels über Drittplattformen (insbesondere MetaTrader).

(2) Die Software ermöglicht es dem Nutzer, eigene Risikoregeln festzulegen und deren Einhaltung technisch überwachen und – soweit vorgesehen – erzwingen zu lassen.

(3) Nicht Gegenstand des Vertrages sind insbesondere:

  • die Entwicklung oder Bereitstellung von Trading-Strategien,
  • die Abgabe von Anlageempfehlungen oder Handelssignalen,
  • die Verwaltung von Vermögenswerten,
  • die Garantie bestimmter wirtschaftlicher oder handelsbezogener Ergebnisse.

§ 3 Rechtsnatur des Vertrages

Der Vertrag stellt einen Dienstvertrag dar.

(2) Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg.

§ 4 Leistungsumfang

(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer für die Dauer des Vertrages Zugriff auf die vereinbarten Softwarefunktionen zur Verfügung.

(2) Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung und dem gebuchten Abonnement.

(3) Der Anbieter schuldet eine dem Stand der Technik entsprechende Bereitstellung der Software, jedoch keine jederzeitige oder unterbrechungsfreie Verfügbarkeit.

(4) Die vom Anbieter bereitgestellte Software stellt keine Finanzdienstleistung dar. Insbesondere erbringt der Anbieter keine Anlageberatung, Finanzanalyse, Portfolioverwaltung oder sonstige nach Finanzmarktregulierungen erlaubnispflichtige Tätigkeit.

(5) Sämtliche Handelsentscheidungen trifft der Nutzer eigenverantwortlich.

§ 5 Pflichten des Nutzers

(1) Der Nutzer ist allein verantwortlich für die Auswahl, Konfiguration und Anwendung der innerhalb der Software definierten Regeln.

(2) Der Nutzer ist verpflichtet, die Software vor einem Einsatz im Live-Handel eigenständig zu testen.

(3) Der Nutzer trägt die alleinige Verantwortung für sämtliche Handelsentscheidungen und deren wirtschaftliche Folgen.

§ 6 Technische Grenzen und Schutzmechanismen

(1) Die Software kann technische Schutz- oder Sperrmechanismen (z. B. Lock- oder Shutdown-Funktionen) enthalten.

(2) Diese Funktionen stellen lediglich eine zusätzliche technische Unterstützung dar und ersetzen nicht die eigenverantwortliche Überwachung des Handelskontos durch den Nutzer.

(3) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass Schutzmechanismen jederzeit, verzögerungsfrei oder fehlerfrei ausgelöst werden.

§ 7 Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Nutzer für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht an der Software ein.

(2) Der Nutzer ist nicht berechtigt, die Software zu vervielfältigen, zu verändern, zu dekompilieren oder Dritten zugänglich zu machen, soweit dies nicht gesetzlich zwingend erlaubt ist.

§ 8 Vergütung und Preisänderungen

(1) Die Nutzung der Software erfolgt im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements. Die Höhe der Vergütung, Abrechnungsintervalle sowie Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen ergeben sich aus dem jeweils gewählten Tarif.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, die Vergütung für zukünftige Abrechnungszeiträume anzupassen. Preisanpassungen werden dem Nutzer mindestens sechs (6) Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt.

(3) Erhöht sich der Preis, ist der Nutzer berechtigt, den Vertrag bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens außerordentlich zu kündigen.

(4) Preisänderungen wirken sich ausschließlich auf zukünftige Abrechnungszeiträume aus. Bereits gezahlte Entgelte werden nicht rückwirkend angepasst.

§ 9 Haftung des Anbieters

(1) Der Anbieter haftet bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit unbeschränkt.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter ausschließlich für eine Verletzung wesentlicher Vertragspflichten — beschränkt auf einen vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

(3) Eine Haftung für Handelsverluste, entgangenen Gewinn oder sonstige Vermögensschäden aus eigenverantwortlichen Handelsentscheidungen des Nutzers ist ausgeschlossen.

§ 10 Prop-Firm-Kompatibilität

(1) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Software den Regeln einzelner Prop-Trading-Anbieter entspricht.

(2) Regelungsänderungen von Drittanbietern fallen ausschließlich in den Verantwortungsbereich des Nutzers.

§ 11 Updates und Weiterentwicklung

Der Anbieter stellt während der Vertragslaufzeit die für den Erhalt der Vertragsmäßigkeit erforderlichen Updates bereit. Der Anbieter ist berechtigt, die Leistung weiterzuentwickeln, sofern hierdurch keine wesentlichen Nachteile für den Nutzer entstehen. Wesentliche Änderungen werden dem Nutzer rechtzeitig angekündigt.

§ 12 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird für die jeweils vereinbarte Laufzeit geschlossen.

(2) Der Nutzer kann den Vertrag unter Einhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist kündigen.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.

§ 13 Mängelrechte bei digitalen Dienstleistungen

Für digitale Dienstleistungen gelten die Vorschriften des materiellen Schweizer Rechts. Der Anbieter stellt die digitale Dienstleistung in vertragsgemäßem Zustand bereit. Liegt ein Mangel vor, kann der Nutzer im gesetzlich gestatteten Umfang Nacherfüllung, Minderung, Rücktritt sowie Schadens- oder Aufwendungsersatz geltend machen.

§ 14 Widerrufsrecht bei digitalen Dienstleistungen

(1) Verbraucher haben bei Abschluss eines Fernabsatzvertrages ein Widerrufsrecht nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen.

(2) Das Widerrufsrecht beträgt vierzehn (14) Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.

(3) Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Anbieter mit der Ausführung begonnen hat, nachdem der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und der Nutzer seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht damit verliert.

§ 15 Rechtswahl und Gerichtsstand

(1) Es gilt materielles Schweizer Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Nutzer seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.

(3) Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, Zürich, Schweiz.

§ 16 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung des Anbieters.

§ 17 Schlussbestimmungen

(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(2) Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform, soweit nicht gesetzlich eine andere Form vorgeschrieben ist.